Emilio Vedova
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Italy (Venezia 1919 - 2006 ) - Werke

Neumeister /11.11.2010
€ 16.000,00 - € 20.000,00
€ 18.000,00
Kunstwerk finden, Versteigerungsergebnisse und Verkaufspreise des Künstlers Emilio Vedova auf italienischen und internationalen Auktionen
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Emiliovedova

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Vlastimil Kosvanec, School Florentine, Giovanni Battista Salvi Il Sassoferrato, Francesco Zuccarelli, Pier Francesco Mola, Fernandez Arman , Mario Schifano, Juan De Arellano Y Francisco Camilo, Antonio Possenti, Francesco Messina, Umberto Boccioni
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Kunstwerke bei Arcadja
703Einige Werke von Emilio Vedova
Herausgesucht aus 703 Werken im Arcadja-KatalogEmilio Vedova - Ohne Titel
Original 1977
Versteigerung:
Ketterer -08.12.2012
- Munich
Postennummer:
226
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Lot: 226
Emilio Vedova
1919 Venedig - lebt und arbeitet in Venedig
Ohne Titel (Plurimi/Binari '77/'78)
. 1977/78.
Mischtechnik auf Holz. Paneel teils beweglich in Stahlschienen und Stahlrahmen montiert.
Verso wohl von fremder Hand bezeichnet mit der Größenangabe und dem Vermerk "Fragile". 200 x 115 x 32 cm (78,7 x 45,2 x 12,5 in).
Vom 30. Juni bis 25. November 2012 findet in den ehemaligen Atelierräumen Emilio Vedovas in Venedig die Ausstellung "Emilio Vedova. Lacerazione. Plurimi/Binari '77/'78" statt. Hier werden erstmals drei vollständige Zyklen der "Lacerazione" sowie Teile aus dem Zyklus "Plurimi/Binari" gezeigt. Unser Objekt ist ein weiteres Teil aus diesem Zyklus.
Mit der Original-Fotobestätigung des Künstlers vom 26. Februar 1991.
LITERATUR: Emilio Vedova. Lacerazione. Plurimi/ Binari ````77/ ````78. Fondazione Emilio e Annabianca Vedova, Venedig 2012, mit zwei s/w-Abb. o. Seitenangabe.
Emilio Vedova kommt am 9. August 1919 in Venedig zur Welt. Zwischen 1930 und 1935 arbeitet er als Fabrikarbeiter, bei einem Fotografen und bei einem Restaurator, als Künstler ist er weitgehend Autodidakt. Die Jahre 1936 bis 1941 sind durch Aufenthalte in Rom, Florenz und Bozen geprägt. 1942 schließt sich Vedova der italienischen antifaschistischen Bewegung "Corrente" an. 1946 verfasst er zusammen mit anderen Künstlern das Manifest "Über Guernica hinaus". Im selben Jahr ist Emilio Vedova Mitbegründer der "Fronte Nuove delle Arti", einer Gruppe junger italienischer Künstler, die bei gemeinsamem antifaschistischen Hintergrund die italienische Kunst allumfassend erneuern wollen. Das gemeinsame Auftreten auf der Biennale in Venedig 1948 täuscht nur kurze Zeit über die unterschiedlichen künstlerischen Auffassungen innerhalb der Gruppe, die einerseits zur Abstraktion, andererseits zum Realismus tendieren, hinweg. Vedova entscheidet sich für die Abstraktion. Nach einer Phase, in der geometrische Formen überwiegen, überwindet er diese zwischen 1950 und 1953 zugunsten einer leidenschaftlich gestischen informellen Malerei. Oftmals arbeitet Vedova in Zyklen. In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre versucht Vedova durch unterschiedliche Experimente die Grenzen der Malerei zu überwinden und sie neuen Medien zu öffnen. Anfang der 60er Jahre löst Emilio Vedova die Viereckform des Bildes auf, es entstehen sogenannte "Plurimo-Bilder". Dabei handelt es sich um zusammen- bzw. auseinanderklappbare, allseitig bemalte und mit unterschiedlichen Techniken bearbeitete Raumgestelle aus Holzbrettern mit Eisenscharnieren. Die Jahre 1964/65 verbringt Vedova im Rahmen des Programms "Artists in Residence" in Berlin. 1955, 1959 und 1982 ist Vedova auf der Documenta vertreten. 1960 wird Vedovas Malerei in einem eigenen Raum auf der 30. Biennale in Venedig gezeigt, er erhält den dort vergebenen "Großen Preis".
Emilio Vedova übersetzt das informelle Gestalten ab den 1960er Jahren in Rauminstallationen. Es entstehen mehrere "Plurimo"-Serien, die Raum, Licht und Bewegung miteinbeziehen. Auf der Documenta III wird die Installation "Plurimo 5" gezeigt. Die vorliegende Arbeit stammt aus einer 1977/78 entstandenen Werkgruppe. Diese "Plurimi/Binari" sind Ausdruck eines expressiven Erstarrens, das in den Begriffen "Raum/Aktion" definiert wird.
Das Museo Correr in Venedig zeigt 1984 eine 280 Exponate umfassende Retrospektive, 1986 folgt eine weitere in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München.
Emilio Vedova gilt als einer der Hauptvertreter der italienischen Informel-Malerei in den fünfziger und frühen sechziger Jahren. [EH]
Emilio Vedova - Abstrakte Komposition In Schwarz
Original
Versteigerung:
Hampel -07.12.2012
- Munich
Postennummer:
1994
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Emilio Vedova,
1919 Venedig 2006
Italienischer Vertreter des abstrakten Expressionismus, Hauptvertreter der italienischen Informel-Malerei der 50er und frühen 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Der Künstler erhielt 1960 den Großen Preis der Biennale von Venedig und war mehrfach Teilnehmer der documenta in Kassel.
ABSTRAKTE KOMPOSITION IN SCHWARZ
Lithografie auf braunem Karton.
Sichtmaß: 31 x 45 cm.
Rechts unten signiert und datiert "1959". Links unten handschriftlich bezeichnet mit Angabe der Auflagenhöhe "6/10".
Im Passepartout, verglast und gerahmt. (88033253)
Emilio Vedova - Rilievoberlin
Original 1964
Versteigerung:
Palais Dorotheum -25.11.2010
- Vienne
Postennummer:
1026
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Emilio Vedova
(Venedig 1919-2006)
RilievoBerlin,
signiert datiert Vedova 1964,
Mischtechnik mit Collage,
Zeitungspapier,
Farbe,
Eisen,
Holz auf Holz,
80 x 80cm,gerahmt,
(PP)
Das Werkist mit der Nr. 1307 im Archivio Emilio Vedova,
Venedig,
19. Jänner 2005 registriert.Fotozertifikat:Archivio Emilio Vedova,
Venedig,
19.1.2005,
Nr. 1307 Provenienz:Galerie RudolfSchoen,
Berlin (rückseitig Aufkleber),
(hierbetitelt mit chessman); Galleria d'Arte Orler,
Venedig(rückseitig Aufkleber); Italienische Privatsammlung In Venedigaufgewachsen und insbesondere von Tintoretto inspiriert,
beschäftigte sich Emilio Vedova zunächst mit architektonischenFragestellungen. Zu Beginn der 40er Jahre war er im Umkreis derKünstlerbewegung "Corrente" tätig,
während er nach demzweiten Weltkrieg der Gruppe "Fronte nuove delle arti" angehörte.In dieser Phase widmete sich der italienische Künstler strenggeometrischen Formen,
die in den 50er Jahren aufgebrochenund aufgelöst wurden. Zwischen Ende 1963 und Anfang 1965 hielt sichVedova im Rahmen des Künstlerprogramms des Deutschen AkademischenAustauschdienstes in Berlin auf. Die deutsche Stadt war in jenenJahren zum Symbol des Kalten Krieges geworden,
dessendramatischer Höhepunkt mit dem Bau der Mauer im Jahr 1961manifestiert worden war. Für den italienischen Künstler spiegelteBerlin seine Auffassung der Welt wider,
er traf dort aufkünstlerische Stilmittel,
die sich aus dem Dadaismus vonHannah Höch und Raoul Hausmann sowie aus der Neuen Sachlichkeit vonGeorge Grosz oder Otto Dix entwickelt hatten. Aus dieserAuseinandersetzung entstand die Serie der "Plurimi" und auch jeneder "Rilievi",
zu der das vorliegende Werk gehört. Diedurch die verwendeten Materialien - Zeitungspapier,
Eisenoder Holz - erhöhte und in den Betrachterraum ausladende Oberflächelässt die Arbeit "Rilievo Berlin" zu einer lebendigen Skulpturwerden. Vedova strebte formal eine Fortsetzung in den Raum hinausan,
um damit seine Zuschauer zu erreichen,
sichmit ihnen in Beziehung zu setzen und deren Bewusstseinwachzurütteln.
Emilio Vedova - Ohne Titel
Original 1964
Versteigerung:
Neumeister -11.11.2010
- Munich
Postennummer:
643
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Emilio Vedova (1919 Venedig - 2006 ebenda)
Ohne Titel. 1964
Collage (Zeitungspapier, Feder- und lavierte Tuschzeichnung) auf Zeichenpapier mit perforiertem Rand, auf schwarzen Karton aufgelegt. Darstellung: 44,7 x 61,3 cm, Unterlagekarton: 62 x 80 cm. Rechts unten mit Feder signiert und datiert "Vedova 64". Verso von Annabianca Vedova, der Frau des Künstlers, bezeichnet: "disegno inchiostro 'insieme'. no: 1/3 - (nota? Franke. Berlino 1964) cm 48 x 34,8 (massimo) su cartone nero cm 50,5 x 70,3." Rahmen.
Wir danken Herrn Prof. Gazzarri von der Fondazione Emilio Vedova, Venedig, für die Hilfe bei der Katalogisierung der Arbeit.
Provenienz: Galerie Günter Franke, München, 1964.
Emilio Vedova zählt als Mitglied der Künstlergruppe Fronte Nuovo delle Arti" zu jener ersten Nachkriegsgeneration in Italien, die sich vor dem Hintergrund des italienischen Faschismus in der Kontroverse über die Berechtigung von gegenständlicher und abstrakter Kunst als Verfechter der informellen Malerei behauptete. Seine Werke sind getragen von einer schwungvollen Pinselführung und greifen darin die Dramatik der Barockkunst ebenso auf wie die Dynamik des Futurismus oder die spontanen Formgeflechte von Wols und Pollock. Der kompromisslose Einsatz der persönlichen Handschrift dient dem Ausdruck unverfälschter Emotionen und macht das abstrakte Bild - ebenso wie seine Dinghaftigkeit und politische Aussage - zu einem Manifest des Lebens und der Wirklichkeit.
Vedovas Bilder brechen vielfach mit der Zweidimensionalität und tragen als Tondo, Scheibe oder in Form von Assemblagen einen starken Objektcharakter. Diesem Prinzip folgt auch die aus zwei Lagen von Papier bestehende Collage, in deren Raumkonzept die Flächenverschiebung des Kubismus nachwirkt. Ihre Bemalung mit Braun- und Rosatönen entfaltet auf weißem Grund im Zusammenwirken von Spontaneität, Bewegungsrhythmus und Licht einen ästhetischen Reiz, der durch den politischen Bezug besonderes Gewicht erhält. Emilio Vedova, der als Partisan im Krieg gegen die Faschisten kämpfte und als Künstler gegen deren Kulturpolitik opponierte, verknüpfte die Entrüstung gegen soziale und politische Missstände in seiner Malerei stets mit einer moralischen Dimension.
Von 1963 bis 1965 konnte der durch die regelmäßige Teilnahme an der Biennale und der Documenta weltweit bekannte Künstler aus Venedig auf Einladung der Stadt Berlin im früheren Atelier des Bildhauers Arno Breker im Grunewald arbeiten. Dort ist auch die vorliegende Papiercollage entstanden, die laut des rückseitigen Vermerks wohl noch im selben Jahr in der Galerie Günter Franke in München ausgestellt war. Mit den eingeklebten Ausschnitten von Berliner Tageszeitungen bezieht sie ebenso unmissverständlich zur Teilung der Stadt Stellung wie Vedovas hier entstandener Werkzyklus Absurdes Berliner Tagebuch". In beiden Werken wird das Informelle der Malerei zum sinnlichen Abbild der historischen Situation der Stadt und ihrer inneren Zerrissenheit. Die sich überlagernden Pinselstrukturen machen aus Vedovas Sicht nicht das Unterbewusste deutlich, sondern die Strukturen eines neu erwachten Bewusstseins von der menschlichen Tragödie.
Emilio Vedova - "oltre"
Original 1985
Versteigerung:
Palais Dorotheum -19.05.2010
- Vienne
Postennummer:
460
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Emilio Vedova
(Venedig 1919-2006) "Oltre", rückseitigbetitelt, signiert, datiert Vedova Venezia 1985, Öl aufLeinwand,100 x 70 cm , gerahmt, (PP)
Fotozertifikat des Künstlers, Archivio EmilioVedova, Venedig 11.1.2006, Nr.1584 Provenienz:EuropäischePrivatsammlung Mit der Arbeit "Oltre" von 1985 konfrontiert EmilioVedova sein Publikum mit radikalen Farben, einem überaus wildenPinselstrich und starken Lichtkontrasten. Diese Mittel, die alsErsatz von Sprache fungieren, sollen die Betrachter mit einbeziehenund deren Bewusstsein wachrütteln. Die gestische Malerei desvenezianischen Künstlers strebt formal eine Fortsetzung in den Raumhinaus an und versucht damit seine Zuschauer zu erreichen.Inhaltlich handelt es sich bei Arbeiten aus jener Zeit oft umpolitische oder bürgerliche Themen, Anklagen von Gewalt und Macht.Vedovas Beschäftigung mit Gegensätzen, mit Leben und Tod,manifestieren sich in den Kontrasten seiner wild gemaltenWerke.





