Jan Van Kessel
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(1626 - 1679 ) - Werke

Neumeister /05.12.2007
Nicht verbreitet
In Bearbeitung
Kunstwerk finden, Versteigerungsergebnisse und Verkaufspreise des Künstlers Jan Van Kessel auf italienischen und internationalen Auktionen
Zu den Schätzungen und Zuschlägen von Jan Van Kessel

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Domenico Pecchio, Denys Fiammingo Calvaert, Joseph J. Xavier Bidauld, Frans Ii Pourbus, Godfried Van Schalcken, Herri Met De Bles, Peter Adolf Hall, Francesco Paolo Michetti, Giovanni Migliara, Angiolo Tommasi, Giovanni Battista Crespi Il Cerano
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Kunstwerke bei Arcadja
77Einige Werke von Jan Van Kessel
Herausgesucht aus 77 Werken im Arcadja-KatalogJan Van Kessel - Blumengirlande Mit Der Verkündigung An Die Hirten
Original 1653
Versteigerung:
Lempertz -17.11.2012
- Cologne
Postennummer:
1177
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
JAN VAN KESSEL D. Ä.
1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen
BLUMENGIRLANDE MIT DER VERKÜNDIGUNG AN DIE HIRTEN
Signiert und datiert unten Mitte:
J. V. Kessel fecit anno 1653
Öl auf Leinwand (doubliert). 143 x 107 cm.
Jan van Kessel der Ältere greift in diesem opulenten Blumenbild auf einen flämischen Bildtypus zurück, der eine lange Tradition hat. Er dürfte sie von Antwerpener Künstlern der vorangegangenen Generation übernommen haben, etwa von Daniel Seghers, der sein Lehrer war, sowie von Jan Davidsz. de Heem, einem der führenden Stilllebenmaler Flanderns. Gerade Daniel Seghers hat die Darstellung von Blumengirlanden mit einer Steinkartusche im Zentrum der Bildkomposition zu seinem Markenzeichen gemacht. Die für die flämische Kunst hoch bedeutende Bilderfindung geht jedoch auf Jan Brueghel den Älteren zu Beginn des 17. Jahrhunderts zurück. Dieser entwickelte für die Kunstsammlung des später heiliggesprochenen Mailänder Kardinals Carlo Borromeo ein Bild mit der Muttergottes mit Kind, das eingerahmt wurde von einer Blumengirlande. Die Person Carlo Borromeos ist insofern interessant, als in dessen Umkreis die Frage der religiösen Bedeutung von Kunst ebenso diskutiert wurde wie die Darstellung der Wirklichkeit in Kunstwerken.
Der Bildtypus der Blumengirlande mit einem zentralen religiösen Motiv ist entsprechend als Bild gedeutet worden, das zugleich eine religiöse wie auch kunsttheoretische Betrachtung erlaubt. So bietet auch dieses Bild zum einen eine religiöse Meditation: So wie den Hirten die Geburt des Heilands im zentralen Bild verkündet wird, offenbart sich in der Pracht der Blumen die Herrlichkeit Gottes, wobei einzelne Blumen symbolische Bedeutungen tragen. Zum anderen stellt das Bild eine Meditation über die Wirklichkeitsdarstellung in Gemälden dar. Das Bild im Zentrum und die Blumengirlande, die sie umgibt, stellen zwei verschieden Realitätsebenen dar. Dabei wird das tote Material des farblosen Steins mit den lebendigen, farbreichen Blumen kontrastiert, die Insekten, die auf den Pflanzen krabbeln, stellen ein typisches Bildelement dar, mit dem diese Lebendigkeit gesteigert wird. Sam Segal hat in diesem Bild nicht weniger als 63 Blumensorten und 16 Insektenarten, darunter sieben Schmetterlingsarten, gezählt.
Das Gemälde wird als eigenhändiges Werk Jan van Kessels in das von Klaus Ertz verfasste Werkverzeichnis der Maler namens Jan van Kessel unter Nr. 609 erscheinen.
Jan Van Kessel - Eine Blumengeschmückte Kartusche
Original
Versteigerung:
Palais Dorotheum -17.10.2012
- Vienne
Postennummer:
578
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Jan van Kessel d.Ä. (Antwerpen 1626-1679)
Eine blumengeschmückte Kartusche, darin ein Relief mit der Madonna und dem Kind, Öl auf Leinwand, 113 x 93 cm, gerahmt
Wir danken Herrn Dr. Klaus Ertz, der das Gemälde als Arbeit Jan van Kessels d. Ä. bestimmen konnte. Er wird es im Addendum seines in diesem Jahr erscheinenden Werkverzeichnisses zu Jan van Kessel als eigenhändiges Werk publizieren.
Jan van Kessel d. Ä. wurde 1626 als Sohn des Bildnismalers Hieronymus van Kessel und dessen Frau Paschasie, einer Tochter Jan Brueghels d. Ä., geboren. Als direkter Vetter Jan Brueghels d. J., Enkel Jan Brueghels d. Ä. und Urenkel des berühmten Pieter Brueghel stand sein Werk schon früh im Zentrum des Antwerpener Kunstschaffens. David Teniers, der mit einer Halbschwester seiner Mutter verheiratet war, war ebenso ein Verwandter. Mit diesem familiären Umfeld ist auch das künstlerische Milieu, in dem Kessel sich bewegte, gut beschrieben. Es steht in der großen Tradition der Brueghels und zeigt sich dieser auch in den späteren elegant-eklektischen Arbeiten verpflichtet.
Die Werke Jan van Kessels sind charakteristische Kunstkammerstücke. Dafür sprechen die Kombination von naturwissenschaftlichem Interesse und dekorativ-durchkomponiertem Bildaufbau sowie die preziöse Ausführung, die die Motive beinahe haptisch erfahrbar macht. Merkmale der Blumengirlanden Jan van Kessels d. Ä. stellen beispielsweise die auffallend dicht zu Gruppen gebundenen Blüten dar, die Kessel gerne mit ausladenden langstieligen Rispen und Blattwerk auflockerte und mit allerhand Insekten belebte. Kessel entwarf ebenso nach Naturvorlagen wie auf Grundlage wissenschaftlicher Illustrationen und arbeitete mit großer wissenschaftlicher Präzision. Genau beobachtet sind z. B. die Details der Schmetterlinge, die sich leicht als Kohlweißlinge, Bläulinge und Schwalbenschwanz identifizieren lassen. Dieser enzyklopädische Charakterzug ist ebenso den floralen Motiven zu eigen. Es finden sich neben dem allgemeinen Repertoire aus Tulpen, Rosen und Lilien u. a, auch Schlüsselblumen, Hagebutten und Duftschneebälle.
Jan Van Kessel - Hirsch Von Luchsen Angefallen
Original
Versteigerung:
im Kinsky Kunst Auktionen -19.06.2012
- Vienne
Postennummer:
66
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Jan van Kessel d. Ä.
(Antwerpen 1626–1679 ebd.)
Hirsch von Luchsen angefallen
Öl auf Holz, 30,5 × 42 cm
Signiert links unten: I.K.V.
Provenienz (laut Angaben des Besitzers): ehemals in der Sammlung der Freiherrn von Hammer-Purgstall, Schloss Hainfeld/ Steiermark
Wir danken Herrn Dr. Klaus Ertz für die Bestätigung des Gemäldes als Werk Jan van Kessels und die Datierung in die 1660er Jahre (anhand eines professionellen Fotos). Das Gemälde wird von Dr. Klaus Ertz in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis zu Jan van Kessel unter WVZ-Nr. 238a aufgenommen. Das Werkverzeichnis erscheint voraussichtlich noch in diesem Jahr.
Als Sohn des Malers Hieronymus Kessel und Paschasia Brueghel entstammte Jan van Kessel der Ältere einer der bedeutendsten Antwerpener Künstlerfamilien: Pieter Brueghel der Ältere war sein Urgroßvater, Jan Brueghel der Ältere sein Großvater. Ausbildet von seinem Vater und Jan Brueghel dem Jüngeren, spezialisierte sich Jan van Kessel auf die nahezu wissenschaftlich perfekte und detailgetreue Wiedergabe der Tier- und Pflanzenwelt. Sein Schaffen reicht von prächtigen Blumenstillleben und Insekten-Studien bis hin zu allegorischen, mythologischen und biblischen Themen in von Flora und Fauna belebten Landschaften. In seinen Werken der 1660er Jahren sind auch immer wieder Jagdszenen zu finden, die die fein geschulte Tierdarstellung mit Bewegung kombinieren; beispielsweise ein 1663 datiertes Gemälde auf welchem Hunde zwei Hasen jagen (Öl auf Holz, 25 × 42, RKD Kunstwerknummer 3315) oder ein weiteres Werk der 1660er Jahre, auf welchem Greifvögel verschiedene Wasservögel jagen (Öl auf Holz, 23,5 × 34,2, RKD Kunstwerknummer 34949).
Jan Van Kessel - Blumenstillleben.
Original
Versteigerung:
Neumeister -05.12.2007
- Munich
Postennummer:
602
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Rosen, Tulpen und Nelken in einem Korb auf einer
Tischplatte. Öl auf Holz. 15,5 x 18,5 cm. Parkettiert. Rest. -
Rahmen.
Vgl. Neumeister, Auktion 244, 16. März 1988, Kat.-Nr. 447 (mit
Farbtafel 8): dort Bezugnahme auf ein nicht erhaltenes Gutachten
Ellen Bernt, München, 25. September 1987.
Jan Van Kessel - Nature Morte Aux Paniers De Pommes, Choux Et Carottes Disposés Sur Un Entablement
Original
Versteigerung:
Audap-Mirabaud -28.03.2012
- Paris
Postennummer:
58
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