Jan Steen
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(Leiden 1626 - Leiden 1679 ) - Werke

Hampel /19.09.2008
€ 8.000,00 - € 10.000,00
€ 4.000,00
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Steen Jan Havicksz.

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Gustave Camus, Adolphe Feder, Albert Saverys, Léon Weissberg, Victor Ravet, War Van Overstraeten, Henry Somm, Roger Somville, Jan Van Beers, Agapit Stevens, Sarkis Diranian
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Kunstwerke bei Arcadja
210Einige Werke von Jan Steen
Herausgesucht aus 210 Werken im Arcadja-KatalogJan Steen - Ankunft Der Braut
Original
Versteigerung:
Lempertz -11.05.2013
- Cologne
Postennummer:
1065
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
JAN STEEN
1626 Leiden - 1679 Leiden
ANKUNFT DER BRAUT
Signiert unten rechts:
JSteen (JS ligiert)
Öl auf Holz (parkettiert). 57 x 72 cm.
Walther Bernt, München, April 1977.
William Charles Arcedeckne Vanneck, 5. Baron Huntingfield, Heveningham Hall, Yoxford, Suffolk. - Auktion Christie´s, London, 25.6.1915, Lot 114. - Kunsthandlung Ascher und Koetser, London, um 1920. - Slg. A. Goekoop, Den Haag. - Galerie Alfred Brod, London. - Deutsche Privatsammlung.
Royal Academy, Burlington House, London, 1907, Nr. 49. - Kunsthandlung Dowdeswell, London, 1909, Nr. 23. - Kunsthandlung Kleykamp, Den Haag, 1927, Nr. 40. - "Jan Steen", Mauritshuis, Den Haag, 1958/59, Nr. 5, Abb. 4.
Wilhelm Martin: De Jan Steen-Tentoonstelling te London. In: Onze Kunst, XVI (1909), S. 141- 172, hier S. 166. - Karel Braun: Jan Steen, Rotterdam 1980, S. 128, Nr. 290, m. Abb.
In den Niederlanden des 17. Jahrhunderts war es Brauch, dass die Braut nach der Trauung mit ihrem Gefolge zum Haus des Bräutigams oder zu einem Wirtshaus zog, um dort vom Bräutigam empfangen zu werden. Steen stellt dieses Aufeinandertreffen der Brautleute im Inneren eines Wirtshauses dar, durch die Tür ist die Brautjungfer und das Gefolge der Braut zu sehen.
Auf den ersten Blick scheint es, als stelle Jan Steen die Brautleute mit Sympathie dar, der Künstler lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass es sich um eine Bauernhochzeit handelt und die Brautleute ebenso wie die Gäste schlichte Leute sind. Das Gasthaus ist einfach, der Festschmuck bescheiden, und ein Festmahl sucht man vergebens. Der Bräutigam trägt zwar ein farbiges Kostüm, es ist jedoch ebenfalls schlicht. Der schwarze Umhang, den er wie ein feiner Herr um seine Schulter geworfen hat, wirkt zudem wie eine unpassende Verkleidung. Das Kleid der Braut ist ebenfalls einfach, und die Brautjungfer trägt einen sogenannten
huik
, einen schwarzen Hut, der mit einem merkwürdigen Stil mit Kügelchen geschmückt ist - dieser Hut war bereits zu Steens Zeiten außer Mode. In zahlreichen solcher Details zeigt Steen die Einfachheit und Provinzialität der Hochzeitsgesellschaft, die hier feiert.
Steen hat das Thema der Ankunft der Braut in den 1650er Jahren mehrmals behandelt, wobei es sich zuweilen auch um bürgerliche Hochzeitsgesellschaften handelt. Pieter Brueghel hatte die Bauernhochzeit in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in zum Teil großformatigen Gemälden bildwürdig gemacht; Steen greift diese Tradition in diesem Bild auf und macht sie zu einer komischen Schilderung der Landbevölkerung.
Jan Steen - Bauerntanz Vor Einer Schänke
Original
Versteigerung:
Lempertz -12.05.2012
- Cologne
Postennummer:
1287
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
JAN STEEN (1626 Leiden - 1679 Leiden)
BAUERNTANZ VOR EINER SCHÄNKE
Signiert unten rechts:
JSteen (JS ligiert)
Öl auf Leinwand (doubliert). 62,5 x 77 cm.
Provenienz
Versteigerung, Den Haag, 31.3.1770, Lot 8 (für fl. 135 an G. Copius). - Versteigerung Slg. G. Copius, Den Haag, 21.3.1786, Lot 14 (für fl. 35).- Versteigerung Slg. A. Meynts, Amsterdam, 15.7.1823, Lot 119 (für fl. 860 an Endthoven). - Versteigerung J. A. van Dam, Dordrecht, 1.6.1829, Lot 119. - Graf van Cornet, Brüssel, vor 1871. - The Metropolitan Museum of Art, New York (1871 erworben). - Auktion Sotheby´s, New York, 17.6.1982, Lot 41. - Noortman & Brod, London/Maastricht, 1983. - Deutsche Privatsammlung.
Literatur
Cornelis Hofstede de Groot: Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des XVII. Jahrhunderts. 9 Bde. Esslingen 1907, Bd. 1, S. 155, Nr. 641. - Bryson Burroughs: Catalogue of Paintings (Metropolitan Museum of Art), New York 1916, S. 273. - Wolfgang Stechow: Bemerkungen zu Jan Steens kunsthistorischer Entwicklung. In: Zeitschrift für bildende Kunst, LXII (1928/1929), S. 173-179, S. 174. - J. L. Allen und Elizabeth E. Gardner: A Concise Catalogue of the European Paintings in the Metropolitan Museum of Art, New York 1954, S. 93. - Katherine Baetjer: European Paintings in the Metropolitan Museum of Art by Artists born before 1865, New York 1980, Bd. 1, S. 180, Abb. Bd. 3, S. 440. - Karel Braun: Jan Steen. Rotterdam 1980, S. 92, Nr. 53, Abb. S. 93. - Ausst.-Kat. Washington/Amsterdam 1996/1997: Jan Steen. Schilder en Verteller. Zwolle 1996, S. 196, m. Abb.
Bauern haben sich vor einem Wirtshaus versammelt und feiern ausgelassen. Im Zentrum sieht man eine Familie, die dem Treiben zuschaut, die anderen Bauern tanzen, musizieren, zechen und rauchen, einige von ihnen sind im Begriff, mit einem gefährlich schwankenden Boot zu einer kleinen Tour auf dem Kanal aufzubrechen.
Solche Darstellungen von feiernden Bauern gab Genremalern die Möglichkeit, die Laster und Triebe der niederen Schichten in einer humoristischen Weise darzustellen, während die höheren Gattungen der Historien- und Bildnismalerei Personen vorbildhaft und erhaben wiedergaben. So sind auch hier die Physiognomien der Bauern grob, ihre Bewegungen ungelenk, ihr Betragen maßlos. Jan Steen war ein meisterhafter Geschichtenerzähler mit einem unerschöpflichen Repertoire an solchen komischen Typen. In seiner berühmten Biographie Jan Steens lobt Arnold Houbraken die Lebensnähe und den Reichtum der Steen´schen Figurenerfindungen, sie seien "nach dem Leben gemalt", "natürlich" und "geistreich"; stets sei Steen noch etwas Drolliges eingefallen, das er in seine Szenen eingefügt habe. Dabei habe er es verstanden, Personen treffend zu charakterisieren - man habe allein anhand der Haltung gesehen, "wer der Bauer und wer der Herr sei."
Ein interessantes Detail dieses Frühwerks von Steen (Stechow 1928/29, S. 174) ist das Ladenschild des Wirtshauses. Es zeigt einen Elefanten und erlaubt Rückschlüsse auf den Auftraggeber des Gemäldes (Washington/Amsterdam 1996/1997, S. 196). Die Brauerei "Den Oliphant" befand sich in Haarlem und gehörte Gerrit Schouten, einem vermögenden Brauer, der wie Steen Katholik war und zu dessen Mäzenen zählte (Steen war selbst Sohn eines Brauers und betrieb eine eigene Brauerei während seiner Zeit in Delft). Die enge Beziehung des Künstlers zu dem Haarlemer Brauer zeigt das "Selbstbildnis mit Gerrit Schouten und dessen Familie" von 1659/60 (The Nelson-Atkins Museum of Art, Kansas City; siehe Vergleichsabb. auf der folgenden Seite). Die baufällige Schänke in diesem Gemälde sollte sicherlich nicht Schouten´s Brauerei repräsentieren, deren imposanter Bau von 1606 heute noch an der Spaarne in Haarlem steht. Die Referenz an "Den Oliphant" zeigt jedoch, wer die Auftraggeber solcher Genrebilder waren, nämlich vermögende, kunstsinnige Bürger, die sich an der komischen, zuweilen derben Darstellungen von Bauern erfreuten.
Jan Steen - Wirtshausszene
Original -
Versteigerung:
Palais Dorotheum -13.10.2010
- Vienne
Postennummer:
619
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Jan Steen
(Leiden 1626- 1679)
Wirtshausszene,signiert unten rechts: J. Steen, Öl auf Holz, 35 x 30 cm,gerahmt,
Wir danken Herrn Drs FredMeijervom RKD, Den Haag, der das Gemälde als authentisches Werk vonJan Steen, entstanden um 1649/50, bestätigt hat.
Literatur: G. Parthey,Deutscher Bildersaal, Verzeichnis der in Deutschland vorhandenenÖlbilder verstorbener Maler aller Schulen, Bd. II, Berlin 1864, S.579, Nr. 55; C. Hofstede de Groot, Beschreibendes und kritischesVerzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des17. Jahrhunderts, Bd. I, Esslingen/Paris 1908, S. 140, Nr. 583b; K.Braun, Alle tot nu bekende schilderijen van Jan Steen, Rotterdam1980, p. 153, Nr. A 383. Fred Meijer vergleicht das hiervorliegende Gemälde aus dem Besitz des Welfenhauses mit einem auf1651 datierten Bild in einer Privatsammlung in Den Haag und miteinem bei Sotheby's, Amsterdam, am 07.05.2008 als Lot 45versteigerten Werk Steens.
Jan Steen - Bauerntanz Vor Einem Wirtshaus
Original
Versteigerung:
Hampel -19.09.2008
- Munich
Postennummer:
240
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
BAUERNTANZ VOR EINEM WIRTSHAUS
Öl auf Leinwand.
113 x 142 cm.
Ende 18. Jahrhundert.
Großformatige Darstellung eines holländischen Dorfplatzes mit strohgedeckten Häusern, einem rauchenden Kamin sowie einem Wirtshaus mit Aushängeschild und rundbogigem Eingang und niedrigem Dachgeschoß. Davor mehrfigurige Ansammlung von Personen, die einen Kreis bilden, in dessen Mitte ein Bauernpaar tanzt. Die Zuschauer mit aufmunternden Gesten, einer mit erhobenem Hut und Weinglas, seitlich zwei Kinder sowie ein Knabe, der mit einem Hündchen spielt. Weiter hinten ein Paar im Schattten eines Baumes. (711081)
Jan Steen - Die Gerichtsszene
Original
Versteigerung:
Hampel -04.07.2008
- Munich
Postennummer:
612
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
DIE GERICHTSSZENE
Öl auf Holz.
52,5 x 69 cm.
Verglast und gerahmt.
Interieur eines großen, von links durch Rundbogenfenster beleuchteten Raumes. Auf einem Podest ein Richter an einem teppichbelegten Tisch sitzend, in prunkvollem Stuhl mit hochgezogener Lehne. Der Richter mit Turban, umgeben von Beisitzern. Vor ihm und weiter unten mehrere einfach gekleidete Menschen, die in Klage bzw. Verteidigung stehen. Links unten stillebenhaft arrangierte Gegenstände wie Buch, Fass, Truhen und Körbe. Damit könnte die Gerichtsszene als Marktgericht interpretiert werden. (7015412)





