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Christian Rohlfs

Germany (Niendorf 1849 -  Hagen 1938 )
ROHLFS Christian Stilleben Mit Mokkakännchen

Villa Grisebach /02.06.2017
3.000,00 - 4.000,00
9.375,00

Kunstwerk finden, Versteigerungsergebnisse und Verkaufspreise des Künstlers Christian Rohlfs auf italienischen und internationalen Auktionen
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Kunstwerke bei Arcadja
722

Einige Werke von Christian Rohlfs

Herausgesucht aus 722 Werken im Arcadja-Katalog
Christian Rohlfs - Kloster Andechs

Christian Rohlfs - Kloster Andechs

Original 1921
Schätzung:

Preis:

Postennummer: 502
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen) „Kloster Andechs\“. 1921 Wassertempera auf genarbtem Velin. 70×50cm ( 27½×19⅝in.). Unten rechts monogrammiert und datiert: CR 21. Rückseitig mit Bleistift betitelt und signiert: Kloster Andechs Chr Rohlfs. Werkverzeichnis: Vogt 1921/48.– [3608] Gerahmt Provenienz: Ehemals Sammlung Bahlmann, Köln-Deutz Ausstellung: Ausstellung zum 80. Geburtstag von Christian Rohlfs. Hagen, Karl-Ernst-Osthaus-Bund, 1929/30 Die Jahre zwischen 1914 und 1918 standen für Christian Rohlfs unter dem Zeichen von Vereinsamung und zunehmender Schwerhörigkeit. Noch 1919 schrieb er in einem Brief an seine spätere Frau Helene Vogt: „Ich lebe ja im allgemeinen wie ein Mönch in seiner Zelle, sitze über meinen Problemen und kümmere mich nicht viel um die Außenwelt\“ (zit. nach Paul Vogt, Christian Rohlfs 1849–1938, Aquarelle, Wassertempera- blätter, Zeichnungen, Recklinghausen 1988, S. 48). Doch seine Heirat 1919 und die Ehrungen zu seinem 70. Geburtstag im gleichen Jahr markieren einen Wendepunkt. 1920 und 1921 brach Rohlfs, wie bereits in früheren Jahren, nach Bayern auf, wo ihn die Freude, vertraute Stätten wiederzusehen, zu enormer Schaffenslust be ügelte. „Er war nun wieder be- reit, das schöne Geschenk der Natur ohne innere Vorbehalte anzunehmen und erneut jenen Anregungen zu folgen, die ihm seine Augenerlebnisse boten\“ (Paul Vogt, Christian Rohlfs 1849–1938 (Kat.), München 1996, S. 22). So entstanden Landschaften von strahlender Farbig- keit, die der Künstler mit temperamentvollem, kräftigem Pinselstrich ausführte. Aus dieser Zeit stammt auch das Blatt „Kloster Andechs\“, wo ein intensives Karminrot und ein leuchtendes Ultramarinblau aufeinandertreffen, während breite, schwarze Pinselschwünge für die typische rhythmi- sche, kristalline Zersplitterung sorgen. Eine klare Abgren- zung der einzelnen Bildelemente fehlt. Vielmehr scheinen die Landschaft im Vordergrund, der Himmel und die Kloster- architektur ineinander überzugehen. Mit der unmittelbareren Naturbeobachtung ging die Hinwendung zur Temperatechnik einher. Dank der üssige- ren, in Wasser gelösten Temperafarbe, die immer noch eine weitaus höhere Deckkraft als Aquarellfarben besaß, konn- ten diese Arbeiten ihre ganze Wirkung entfalten. „Die Ein- heit des Bildes ist nicht mehr in der Geschlossenheit des Motivs gegeben: Sie entsteht erst aus der formal sicheren und farbig nuancierten Zusammenführung von noch faseri- geren, noch offeneren malerischen Akzenten zum großen Atem des Bildes\“, schreibt Erich Franz im Katalog zur Austel- lung in der Kunsthalle Emden und fährt fort: „Es ist eine Ein- heit, die als Form wie als Motiv (...) zusammenwächst und aus der bildweiten Zerstreuung als eine bilderfüllende Kon- zentration (...) im Sehen entsteht\“ (zit. nach Erich Franz, Prä- senz des Unabgrenzbaren. Zu den späten Temperabildern von Christian Rohlfs, in: Christian Rohlfs, Das Licht in den Dingen, Späte Temperabilder (Kat.), Köln 1999, S. 20). ED Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen) „Kloster Andechs\“. 1921 Water-based tempera on nacreous wove paper. 70×50cm ( 27½×19⅝in.). Monogrammed and dated lower right: CR 21. Titled and signed in pencil on the reverse: Kloster Andechs Chr Rohlfs. Catalogue raisonné: Vogt 1921/48.– [3608] Framed Provenienz: Formerly collection Bahlmann, Cologne-Deutz Ausstellung: Ausstellung zum 80. Geburtstag von Christian Rohlfs. Hagen, Karl-Ernst-Osthaus-Bund, 1929/30
Christian Rohlfs -  Zehn Skizzenbücher

Christian Rohlfs - Zehn Skizzenbücher

Original
Schätzung:

Preis:

Postennummer: 219
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen) Zehn Skizzenbücher. 1879-1901 10 Skizzenbücher in verschiedenen Einbänden mit Bleistift-, Kohle- und Federzeichnungen sowie zwei Aquarellen auf Papier. Zwischen 9,7×13,5cm und 25×15,8cm ( 3⅞×5⅜in. und 9⅞×6¼in.). Jede Zeichnung mit einer Foto-Expertise von Prof. Dr. Paul Vogt, Essen. Im Leinen-Schuber mit goldgeprägtem Pappdeckel. Im ganzen gut. Die Einbände und Umschläge mit Gebrauchsspuren. [3280] Skizzenbuch 1 (im vorderen Spiegel mit Feder in Schwarz von fremder Hand beschriftet: I. N.G. 483): Halbleinenband mit Bleistiftzeichnungen und zwei Aquarellen auf 44 Blatt Papier. Maße: 9,7 × 13,5 cm. Im vorderen Spiegel vom Künstler mit Bleistift datiert: 15.4.1879. Skizzenbuch 2 (im vorderen Spiegel mit Feder in Schwarz von fremder Hand beschriftet: II. N.G. 484): Halbleinenband mit Zeichnungen in Feder in Schwarz und in Bleistift auf 33 Blatt Papier. Maße: 10,8 × 14 cm. Im vorderen Spiegel vom Künstler mit Feder in Schwarz datiert und signiert: Winter 1881. Chr Rohlfs. Skizzenbuch 3 (im vorderen Spiegel mit Feder in Schwarz von fremder Hand beschriftet: III. N.G. 485): Halbleinenband mit Zeichnungen in Feder in Schwarz und in Bleistift auf 28 Blatt Papier (beigelegt ein Blatt aus einem anderen Skizzenbuch). Maße: 11,5 × 16,8 cm. Im vorderen Spiegel vom Künstler mit Bleistift bezeichnet, monogrammiert und datiert: VII CR 84. Skizzenbuch 4 (im vorderen Spiegel mit Feder in Schwarz von fremder Hand beschriftet: IV. N.G. 486): Leinenband mit Bleistiftzeichnungen auf 36 Blatt Papier. Maße: 11,4 × 18,3 cm. Im vorderen Spiegel vom Künstler mit Bleistift datiert: Febr. 95. Skizzenbuch 5 (im hinteren Spiegel mit Feder in Schwarz von fremder Hand beschriftet: V. N.G. 487): Leinenband mit Bleistiftzeichnungen auf 34 Blatt Papier. Maße: 11,4 × 18,3 cm. Im vorderen Spiegel vom Künstler mit Bleistift datiert: Febr. 95. Skizzenbuch 6 (auf dem Umschlag mit Feder in Schwarz von fremder Hand beschriftet: VI. N.G. 488): Heft mit Zeichnungen in Bleistift, Kohle und Feder in Schwarz auf 32 Blatt Papier. Maße: 16,5 × 10,5 cm. Auf dem Umschlag oben mit Bleistift datiert: Januar 98. Skizzenbuch 7 (auf der 1. Seite mit Feder in Schwarz von fremder Hand beschriftet: VII. N.G. 489): Heft im lilafarbenen Papierumschlag mit Zeichnungen in Kohle und Bleistift auf 22 Blatt Papier. Maße: 16,5 × 10 cm. Auf dem Umschlag oben mit Bleistift (schwach lesbar) datiert und signiert: Mai 9[8] Rohlfs. Skizzenbuch 8 (auf dem Umschlag mit Feder in Schwarz von fremder Hand beschriftet: VIII. N.G. 490): Heft im graugrünen Papierumschlag mit Zeichnungen in Kreide und Kohle auf 16 Blatt eines genarbten, hellbraunen, leichten Kartons. Maße: 25 × 15,8 cm. Auf dem Umschlag oben rechts mit Kreide datiert und signiert: Mai 98. C Rohlfs. Skizzenbuch 9 (im hinteren Spiegel mit Feder in Schwarz von fremder Hand beschriftet: IX. N.G. 491): Leinenband mit Kohle- und Bleistiftzeichnungen auf 33 Blatt hellbraunen Papiers. Maße: 10,2 × 16 cm. Im hinteren Spiegel mit Feder in Braun eine Notiz vom Oktober 1899. Auf dem vorderen Spiegel mit Bleistift bezeichnet: H Heickendorf, Farbenhandlung, Markt [Lübeck]. Skizzenbuch 10 (im vorderen Spiegel mit Feder in Schwarz von fremder Hand beschriftet: X. N.G. 492): Leinenband mit Kohlezeichnungen auf 36 Blatt Papier. Maße: 17,8 × 12,2 cm. Auf dem ersten Blatt mit Kreide datiert und signiert: Febr 1901 Rohlfs. Eine inhaltliche Beschreibung der Skizzenbücher finden Sie an entsprechender Stelle online unter www.grisebach.com Dass Christian Rohlfs Skizzenbücher führte, ist bekannt. Siebenunddreißig besitzt die Kunsthalle Kiel, bearbeitet und editiert. Nun sind weitere zehn dieser stillen Kostbarkeiten aus den Jahren von 1879 bis 1901 aufgetaucht, insgesamt 314 Blätter. Eine echte Entdeckung. In Zukunft wird das Urteil über den Künstler auf eine noch breitere Basis gestellt. Manches, was bisher im Reich der Vermutung wohnte, kann nun authentisch geklärt werden. Rohlfs erarbeitete sich das Können, eine Tasse exakt nach „allen Regeln der Kunst\“ auf den Tisch zu stellen. Dazu gibt es ein Skizzenbuchblatt. Und er verfügte über das schöpferische Vermögen, ebendiese Tasse von den immer schon vorgegebenen, erlernbaren Techniken zu lösen, um sie hinüberzuführen in ein heftiges, nur von ihm bestimmtes Ereignis: ein Skizzenbuchblatt, auf dem mehr und letztlich etwas ganz anderes geschieht als Rapport. Es hat Anteil an jenem geheimnisvollen Geschehen, das sich zuerst und vor allem vollzieht an diesem selbstbestimmten Ort – dem Skizzenbuch. Jene Arbeiten, die das Atelier verlassen, um in einer Ausstellung gezeigt zu werden, besitzen im Schaffensprozess eine andere Bedeutung als ein Skizzenbuchblatt, das an niemanden adressiert ist, nur an den Künstler selbst. Diese Stellung sichert dem Skizzenbuch einen eigenen Rang. Hier beachtet der Künstler kein Gesetz, das andere schrieben, keine Forderung, die der Markt oder der Kompromiss diktiert. Hier muss der Schaffende nicht Rücksicht nehmen auf Erfahrungen mit dem Publikum, den Sammlern, Galeristen, Kuratoren. Im Skizzenbuch ist er für sich, privat, frei. Ein paradiesisch unschuldiger Zustand ohne jede Anpassung an die Normen der Welt. Wo geschieht so etwas sonst? Nirgends! Deshalb ist richtig, was Christiane Grathwohl-Scheffel schrieb: „Das Skizzenbuch ist ein Glücksfall.\“ Hinzu kommt: Der Künstler steht mit seinen Erfolgen und Niederlagen, allem Ruhm, aller Missgunst in der Öffentlichkeit. Wohin kann er sich zurückziehen? Er braucht ein Refugium. Und er findet es im Skizzenbuch. Hier, an verborgenem Ort, auf Papier mit abgerundeten Ecken, Rotschnitt und Wachstucheinband ist er unerreichbar. Er hat die Chance, sich zu finden; allein dem nachzugehen, was in seinem Innersten wohnt. Dass Künstlerinnen und Künstler ihre tiefsten Regungen, Gefühle, Niederlagen und Einsprüche, Antriebe und Entscheidungen im Skizzenbuch niederlegen, ist ein Faktum und – wie erwähnt – „ein Glücksfall\“. Sigmar Polke hat diese Distanz virtuos genutzt. Und auch andere Künstler schätzten das abgelegene Terrain. Das Skizzenbuch: Von Edvard Munch über Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Willi Baumeister, Karl Hofer, Ludwig Meidner bis hin zu Joan Mitchell, Paul Thek und Arnulf Rainer ist es vielen Künstlern jener Bereich, in dem sie ihre einsamsten und zugleich aufregendsten Stunden verbrachten. Die ganz und gar zweckfreie, gleichsam unbescholtene Begegnung mit dem Bildgegenstand birgt für den schöpferischen Menschen ein besonderes Erleben, das er mit niemandem teilen kann und will. Das Skizzenbuch und jedes einzelne Skizzenbuchblatt besitzen damit eine heftige Exklusivität. Richtig ist: Es dient auch der Vorbereitung. Es ist auch der Ort des Übens, der Gewinnung von Sicherheit im Umgang mit dem Sujet. Aber vor allem ist das Skizzenbuch qualifiziert durch ein besonderes Geschehen, nicht wiederholbar an anderer Stelle, in einem anderen Medium. Lange Zeit missverstanden als Ort der Niederschrift eines flüchtigen Eindrucks, der im Gemälde zur „Vollendung\“ kommt, hat sich das Skizzenbuch aus der Zuträgerrolle gelöst. Es ist an der Zeit, es als selbstständige Gattung zu begreifen. Hier wird eine eigene Sprache gesprochen; hier verdichtet sich ein eigenes Geschehen; hier entwickelt sich eine eigene bildnerische Dynamik. Und das Skizzenbuch sagt viel über den, der es führt: Wenn wir etwas erfahren wollen über eine Malerin, einen Maler, ihren Weg, ihr Suchen und Finden, dann müssen wir in ihren Skizzenbüchern nachsehen. Nirgends sprechen die „Schaffenden\“ so authentisch wie hier. In den zurückliegenden Jahren ist das Interesse an Skizzenbüchern ständig gewachsen.
Christian Rohlfs - Verliebt

Christian Rohlfs - Verliebt

Original 1912
Schätzung:

Preis:

Postennummer: 1230
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen) „Verliebt\“. Um 1912 Monotypie und Farblinolschnitt auf Japan. 21,4 × 12,2 cm ( 8 ⅜ × 4 ¾ in.). Rechts um 90° gedreht mit Bleistift signiert: Chr. Rohlfs. Rückseitig betitelt: Verliebt. Auf dem Passepartout mit Bleistift signiert: Chr. Rohlfs. Vgl. Utermann 78.– [3383]
Christian Rohlfs - Stilleben Mit Mokkakännchen

Christian Rohlfs - Stilleben Mit Mokkakännchen

Original 1874
Schätzung:

Preis:

Bruttopreis
Postennummer: 300
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen) „Stilleben mit Mokkakännchen\“. Um 1874 Öl auf Leinwand. 16 × 22 cm ( 6 ¼ × 8 ⅝ in.). In der Mitte rechts monogrammiert: CR. Köcke 1.– [3203] Provenienz: Ehemals P(eter?) Lüders, Hamburg, und Privatsammlung, Hamburg Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen) „Stilleben mit Mokkakännchen\“. Um 1874 Öl auf Leinwand. 16 × 22 cm ( 6 ¼ × 8 ⅝ in.). In der Mitte rechts monogrammiert: CR. Köcke 1.– [3203] Provenienz: Ehemals P(eter?) Lüders, Hamburg, und Privatsammlung, Hamburg
Christian Rohlfs - Der Sklavenhalter

Christian Rohlfs - Der Sklavenhalter

Original
Schätzung:

Preis:

Postennummer: 20
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen) „Der Sklavenhalter\“. Um 1918 Öl auf Leinwand. 80,5 × 100 cm ( 31 ¾ × 39 ⅜ in.). Nicht bei Köcke. Mit einer Fotoexpertise von Prof. Paul Vogt, Essen, vom 23. April 2001 (in Kopie). Das Bild wird als Nachtrag unter der Inv.-Nr. CR 275 / 01 aufgenommen in das Werkverzeichnis der Gemälde von Christian Rohlfs.– [3572] Provenienz: Ehemals Johannes Geller, Neuss Literatur und Abbildung: Verzeichnis der Sammlung des Rechtsanwalts Johannes Geller in Neuss. Mit einem Nachwort von August Hoff. München, Privatdruck, 1934, S. 13, Nr. 99 Paul Vogt schreibt in seiner Expertise: „Christian Rohlfs hat sich während des Weltkriegs bis zum Beginn der 20er-Jahre intensiv mit Themen des Alten und Neuen Testaments beschäftigt. Sie sind nicht immer sofort identifizierbar, da er sie, seinen persönlichen Empfindungen entsprechend, auf expressive Weise umformte und ausdeutete.\“ Bis Christian Rohlfs im Jahr 1901 dem Kunstsammler und Mäzen Karl Ernst Osthaus begegnete, war er wie etliche seiner Zeitgenossen vom Impressionismus beeinflusst. Über Osthaus, der damals gerade sein Folkwang-Museum aufbaute, kam der bereits 52-jährige Rohlfs nun nicht nur mit der aktuellsten französischen Kunst in Berührung, sondern auch mit dem aufkommenden deutschen Expressionismus - eine Initialzündung für sein künftiges Schaffen. Rohlfs zog nach Hagen, wo er an der Folkwang-Schule lehrte und sich von der Kunst, die er dort sah, zu eigenen experimentellen Maltechniken inspirieren ließ. 1906 lernte er in Soest Emil Nolde kennen und schätzen, der in Rohlfs eine verwandte Seele erkannte. Mit Nolde und Ernst Barlach teilte Rohlfs die Begeisterung für eine expressive Form von Kunst und das Interesse an biblischen Themen. Keiner der drei war im engeren Sinne strenggläubig, doch was sie verband, war eine humanistische Weltsicht sowie die Überzeugung, dass in biblischen Quellen die Ursprünge menschlicher Erfahrungen, Bedürfnisse und Konflikte zu finden sind. Christian Rohlfs\‘ Gemälde „Der Sklavenhalter\“ illustriert dies in exemplarischer Weise. Ein Herrscher in rotem antiken Gewand blickt mit einem seiner Schergen auf einen am Boden Knienden herab. Dieser verbeugt sich ehrerbietig aus Furcht oder Demut vor dem mächtigen Gegenüber. Eine erkennbare Mimik zeigt nur der Potentat: Emotionslos und düster mustert er das Häufchen Elend vor ihm. Rohlfs reduziert die Darstellung radikal auf das Wesentliche, um sich umso stärker auf die gestische Pinselführung zu konzentrieren. So wirkt seine Malweise ausgesprochen kraftvoll und bei aller Differenziertheit im Ausdruck fast monumental. Wie eine Wand beherrschen die beiden Stehenden die linke Bildhälfte, während ihr gebeugtes Opfer einsam und verloren rechts vor ihnen kauert. Ein erkennbares räumliches Umfeld gibt es nicht. Der milchig-weiße Hinter- grund, durch ein für Rohlfs\‘ Malerei typisches Lineament spärlich strukturiert, entrückt die Szene einem konkreten Geschehen und hebt sie auf die Ebene der Allgemeingültigkeit. Rohlfs hat – womöglich ausgelöst durch die Tragödie des Ersten Weltkrieges – dem Zwangsmechanismus des Rekrutierens in diesem Gemälde zeitlos Ausdruck verliehen. AF Christian Rohlfs (Niendorf 1849 – 1938 Hagen) „Der Sklavenhalter\“. Circa 1918 Oil on canvas. 80,5 × 100 cm ( 31 ¾ × 39 ⅜ in.). Not in the catalogue raisonné by Köcke. With a photo certificate by Prof. Paul Vogt, Essen, dated 23 April 2001 (in copy). The image will be included in the catalogue raisonné of paintings by Christian Rohlfs, as an addendum under the inv. no. CR 275 / 01.– [3572] Provenienz: Formerly Johannes Geller, Neuss Literatur und Abbildung: Verzeichnis der Sammlung des Rechtsanwalts Johannes Geller in Neuss. Mit einem Nachwort von August Hoff. Munich
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