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Guido Reni

(1575 -  1642 )
RENI Guido Marien-erscheinung Vor Kniendem Apostel, In Der Linken Der Mutter Gottes Botschaft

Leo Spik
28.09.2017
Kunstwerk finden, Versteigerungsergebnisse und Verkaufspreise des Künstlers Guido Reni auf italienischen und internationalen Auktionen
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Kunstwerke bei Arcadja
1555

Einige Werke von Guido Reni

Herausgesucht aus 1,555 Werken im Arcadja-Katalog
Guido Reni - Toilette Der Venus

Guido Reni - Toilette Der Venus

Original 1922-23
Schätzung:

Preis:

Postennummer: 566
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Guido Reni, 1575 Bologna "" 1642 ebenda TOILETTE DER VENUS Öl auf Leinwand. 245 x 206 cm. Um 1622/ 23. Beigegeben eine Expertise von Prof. Andrea Emiliani, Bologna, und Prof. Raffaella Morselli, 2006, sowie Expertise von Prof. Andrea Emiliani 8. Oktober 2012. Für das Gesamtwerk des Meisters, aber auch in Bezug auf die Malerei seiner Zeit kann das Gemälde zu den bedeutendsten Hauptwerken des Guido Reni gerechnet werden, insbesondere der nicht religiösen Themen. Der im lombardischen Calvenzano geborene Künstler beeinflusste die Malerei seiner Epoche wie kaum ein anderer. Dies auch deshalb, weil er sich nach seinem Studium in Bologna bei Lodovico Carracci (1555 "" 1619) und Denys Calvaert (1540 "" 1613) ab 1600 in Rom sehr bald deutlich von allen Vorbildern zu unterscheiden suchte. Gegenüber den berühmten Meistern wie Caravaggio und Annibale Carracci vermochte er sich mit seiner völlig neuen Malweise sehr bald durchzusetzen. 1622 in Neapel, 1625 wieder in Rom, erhielt er bereits höchstrangige Aufträge, wie etwa von Kardinal Ludovisi für das Altarblatt der Kirche Santissima Tinitá die Pellegrini. Aber auch das Deckenbild im ehemaligen. Casino Borghese in Rom stärkte seinen Ruhm zusätzlich. Reni fand eine weit geschmeidigere, hellerlichtige Bildsprache, und er war wohl der Erste, der seinen Hauptfiguren den nach oben gerichteten Blick gab, recht eigentlich Ausdruck einer ekstatisch zu verstehenden seelischen Verinnerlichung, wie sie einer inneren Sicht für Heilige- wie für antike Göttergestalten entsprechen sollen. Auch in dem vorliegenden Gemälde ist dieses Motiv thematisiert. Die rechts sitzende, weitgehend unbekleidete Venus ist soeben dabei, von ihren Gespielinnen geschmückt zu werden, für ihre Sendung, die Menschen in Liebe zu versetzen. Diesen Auftrag erhält sie von Zeus, dem Göttervater, zu dem sie in der für Reni typischen Gestaltungsweise auch aufblickt. Eine der sie umgebenden Jungfrauen bekränzt ihr Haar, eine weitere legt ein Armband an ihr Gelenk, das links sitzende Mädchen schnürt die Sandalen. Schon früh wurden diese Jungfrauen als die "drei Grazien" interpretiert. Am Tischchen rechts liegt eine offene Schmuckschatulle. Der kindliche Amor "" wohl nicht ohne erotische Anspielung zwischen den Knien der Venus stehend "" hält einen Ohrring zwischen den Fingern, blickt wie fragend und abwartend nach links. Seine Waffen, Bogen und Köcher liegen einsatzbereit am Boden. Die Szene ist als abendlich zu verstehen, für jene Zeit, in der Venus und Amor ihren Auftrag beginnen sollen. Dies lässt auch der Abendhimmel im Fenster links oben erkennen. Hier greift ein Amorettenknabe in den Raum herein, um Blumen aus einer goldenen Vase zu nehmen, Geschenke, die ebenfalls der Liebe dienen. Dabei ist das Blau der Glockenblume in dem Sinne zu verstehen, dass die Verliebtheit auch zur Treue führen soll. Die Beleuchtung erfolgt aus undefinierter Lichtquelle von links oben und betont vor allem die unbekleideten Körperpartien der Mädchen- oder Graziengestalten, während der Hintergrund bewusst dunkler gehalten ist. Dies ist noch als eine letzte Hommage an die Helldunkel-Malerei des Caravaggismus zu verstehen. Die kräftige, nahezu tizianeske Rosafarbe im Umhang der Venus deutet auf die Würde und Hoheit der Göttin hin, nicht zuletzt natürlich auch auf das der Liebesgöttin attributiv zugewiesene Rot. Im Gegensatz zu Bildern von Heiligen oder religiösen Themen allgemein, hatte Reni hier die Möglichkeit, Nacktheit in aller nur erdenklichen Anmut und Schönheit des weiblichen Körpers darzustellen, wie in nur wenigen seiner weiteren bekannten Werke; man denke stellvertretend nur an seine berühmte "Europa", die bis auf die Brustpartie immerhin noch bekleidet vom Stier entführt wird (1637 "" 39, National Gallery London). Die Meisterschaft in unserem Gemälde zeigt sich nicht allein in den anmutigen Gesichtern und weiblichen Gestalten, sondern auch in den jeweils weichen, fließenden Körperhaltungen. Anmerkung: Das Gemälde ist durch mehrere Untersuchungen und Expertisen namhafter Repräsentanten der Reni-Forschung dokumentiert. Andrea Emiliani, Bologna, stellt in seinem Schreiben vom 8. Oktober 2012 fest, dass von der Hand Renis zwei Ausführungen dieses Themas "Toilette der Venus" existieren. Eines der Bilder findet sich in der National Gallery in London. Das zweite Exemplar, aus einer Privatsammlung, liegt hier in der Auktion vor. Dabei stellt Emiliani fest, dass nach Untersuchungen bei dem Londoner Bild nur etwa 20% der Malerei als von der Hand Renis festzustellen war, dagegen 90% in dem hier vorliegenden Exemplar, womit die Eigenhändigkeit "" von geringer Mitarbeit abgesehen "" hier gewährleistet ist. Ferner wird festgestellt, dass es sich bei vorliegender Version um die erstentstandene der beiden Ausführungen handelt, während bei dem Londoner Bild letztlich vielleicht nur die Venusfigur selbst vom Meister, der Rest von der Werkstatt ausgeführt wurde, demgemäß dort auch als "Studio of Reni" geführt. Die stilistische Analyse ergibt für die Experten, dass das Londoner Bild in Zusammenarbeit mit Francesco Gessi (1588 "" 1649)gemalt wurde. Diese Anschauung vertritt auch Mahon. Die beiden Experten Prof. Andrea Emiliani , Vorsitzender der Academia Clementina Bologna und Prof. Raffaella Morselli (Universität Teramo) schließen ihren Bericht mit der Beurteilung, es handle sich bei dem vorliegenden Gemälde um ein "Meisterwerk (des Reni), das als eines der bedeutendsten der nicht-religiösen Arbeiten seiner gesamten Laufbahn.". Provenienz: Sammlung Herzog Gonzaga von Mantua. Das Gemälde entstand demnach im Auftrag des Herzogs von Mantua, Ferdinando Gonzaga. Die Sammlung des Herzogs enthielt Werke von Domenichino, Guercino, Garbieri oder Tiarini, erworben im frühen 17. Jahrhundert, dann durch das Werk des "göttlichen Reni" bereichert. Zwar wird das Werk in der Sammlungsliste von 1627 nicht aufgeführt, jedoch findet es Erwähnung in der Ankaufliste der Herzoglichen Gemälde von Daniel Nys, von 27. März 1627, bezeichnet als "Drei Grazien" (Luzio, pp. 139 ff.), damals bewertet mit 300 Scudi, anschließend mit 400 Scudi im April desselben Jahres. Wahrscheinlich kam das Gemälde nach dieser Bewertung noch in diesem Jahre 1627 nach England. In einem Katalog, verfasst für King Charles I (1639) von Van der Doort, ist es noch nicht erfasst, jedoch im Oktober 1651 für das Somerset House bereits aufgelistet mit dem Titel "Venus sitting to be dressed by the Three Graces. Guido. Bullones". Weitere Quellen (Malvasia, Felsina Pittrice, 1678 und 1841) berichten, dass Guido nach seiner Rückkehr nach Bologna an einer "Venus" für den Conte Tobia Rossellini von Neapel unentgeltlich gearbeitet habe, der ihn in seinem Hause zusammen mit seinem Mitarbeiter Francesco Gessi aufgenommen hatte. So befanden sich in Guidos Atelier in Bologna wohl beide Versionen der "Venus", eine für den Herzog von Mantua, die zweite für Rossellini. Im Anschluss arbeitete Reni dann an anderen antiken Themen wie der Herkulesgeschichte oder Nessus un Dejanira etc. Sammlung Penney, New York. Erben der Penney Sammlung , New York. Privatsammlung New York. Privatsammlung. Ausstellungen: Tiziano Vanitas "" The Poet of the Image and the Shade of Beauty, Imperial Stables of Prague Castle, (15.12.2015 "" 20.03.2016). Literatur: Stefania Lapenta, Raffaella Morselli, ED. Silvana Editoriale, "Le Collezioni Gonzaga, La Quadreria nell Â'Elenco dei beni del 1626-1627", S. 99, 2006, Centro Internazionale d Â'Arte e di Cultura di Palazzo Te, Mantova. Kat.-Ausst.: Lionello Puppi, Serena Baccaglini, ED. Silvana Editoriale, Tiziano Vanitas, The Poet of the Image and the Shade of Beauty, S. 32, Abb. S. 31, Milano, 2016. AR (1181911) Guido Reni, 1575 Calvenzano/Lombardy '''' 1642 Bologna THE TOILET OF VENUS Oil on canvas. 245 x 206 cm. ca. 1622/ 23 Accompanied by
Guido Reni - Die Heilige Familie Mit Einem Relief Im Hintergrund

Guido Reni - Die Heilige Familie Mit Einem Relief Im Hintergrund

Original
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Nettopreis
Postennummer: 5206
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Beschreibung:
Description: Die Heilige Familie mit einem Relief im Hintergrund. Radierung. 23,1 x 14,8 cm. B. 9, TIB (Commentary) .004 S 2. Wz. Kreis. "Si l'on n'etoit pas certain, que cette pièce est de l'invention et de la gravure du Guide, on la prendroit pour etre du Parmesan, tant elle ressemble aux ouvrages de ce dernier" (Bartsch, Bd. XVI, S. 285). Die frühe Arbeit Renis, wie bereits von Bartsch gesehen deutlich beeinflusst von der Kunst Parmigianinos, in einem ausgezeichneten, klaren Druck mit feinem Rändchen um die Facette. Geringfügig fleckig vornehmlich in den Ecken, verso kleine Federnummerierung, dünne Stellen, teilweise hinterfasert, sonst sehr schön erhaltenes Exemplar. Aus der Sammlung der Fratelli Vallardi, Pietro Giuseppe und Francesco Santo (Lugt 2478). Beigegeben von Carlo Maratta, der sich in seiner Radierkunst deutlich von Guido Reni beeinflusst zeigt, zwei Radierungen "Madonna mit dem jungen schlafenden Christus" (B. 6, TIB (Commentary) .006 S2 (von S4)) sowie die Radierung "Die mystische Vermählung der hl. Katharina" (B. 10). - Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist. - Please ask for condition reports for individual lots, as the condition is usually not mentioned in the catalogue.
Guido Reni - Marien-erscheinung Vor Kniendem Apostel, In Der Linken Der Mutter Gottes Botschaft

Guido Reni - Marien-erscheinung Vor Kniendem Apostel, In Der Linken Der Mutter Gottes Botschaft

Original
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Ausgangswert:

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Postennummer: 281
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Reni, Guido (Calvenzano, Bologna 1575-1642), nach Marien-Erscheinung vor kniendem Apostel, in der Linken der Mutter Gottes Botschaft. Im Hintergrund Kirchenportal. Federzeichnung. 21,5×14 cm. Auf dem Keilrahmen Klebeetikett mit Zuschreibung u. Italienisch 17. Jahrhundert, handschriftlich hinzugefügt: Auskunft der Staatlichen Museen Berlin, 21. März 1942. R. (56555) ~~~
Guido Reni - Die Madonna Mit Kind Und Dem Johannesknaben

Guido Reni - Die Madonna Mit Kind Und Dem Johannesknaben

Original c.1620-30
Schätzung:
Ausgangswert:

Preis:

Nettopreis
Postennummer: 5227
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Beschreibung:
Guido Reni

(1575-1642)

Die Madonna mit Kind und dem Johannesknaben. Radierung. 19 x 16,1 cm. Um 1620-30. B. 6, TIB (Commentary) .0034. Wz. Sonne im Kreis. Prachtvoller, lebendiger Frühdruck teils mit schönem Plattenton und mit teils sehr feinem Rändchen um die markant zeichnende Plattenkante. Schwache Alters- und Gebrauchsspuren, minimale Montierungsreste verso, sonst sehr schön und original erhalten. Aus der Sammlung Friedrich Quiring (Lugt 1041c). Beigegeben von Carlo Maratta die Radierung "Die Heimsuchung" (B. 3). - Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist. - Please ask for condition reports for individual lots, as the condition is usually not mentioned in the catalogue.
Guido Reni - Nachahmer Madonna In Anbetung Mit Schlafendem Jesuskind

Guido Reni - Nachahmer Madonna In Anbetung Mit Schlafendem Jesuskind

Original 1000
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Ausgangswert:

Preis:

Bruttopreis
Postennummer: 14
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Beschreibung:
Guido Reni, Nachahmer Madonna in Anbetung mit schlafendem Jesuskind, Öl auf Leinwand, alt restauriert, ca. 93 x 109 cm, bronzierter Stuckrahmen des 19. Jahrhunderts, dieser beschädigt Ruf 1000

Literatur: C. Carboli/E. Baccheschi, L'opera completa di Guido Reni, Milano 1971, Nr. 105; das Original (93 x 102 cm queroval) befindet sich in Rom, Galleria Doria Pamphilj, eine andere Variante in der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien, Verzeichnis der Gemälde Wien 1991, Taf. 145
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