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Jan Ii Brueghel

Belgium (Anvers 1601 -  1678 )
BRUEGHEL Jan II Flusslandschaft Mit Fährboot Und Figuren

Galerie Koller /18.09.2015
41.148,88 - 57.608,43
59.667,50

Kunstwerk finden, Versteigerungsergebnisse und Verkaufspreise des Künstlers Jan Ii Brueghel auf italienischen und internationalen Auktionen
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Auch genannt :

Bruegel Jan Ii

Breughel Jan Ii

Brueghel Jan Brueghel Jan The Younger

 

Kunstwerke bei Arcadja
842

Einige Werke von Jan Ii Brueghel

Herausgesucht aus 842 Werken im Arcadja-Katalog
Jan Ii Brueghel - Stillleben Mit Goldener Tazza

Jan Ii Brueghel - Stillleben Mit Goldener Tazza

Original
Schätzung:
Ausgangswert:

Preis:

Postennummer: 14
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Jan Brueghel II (Antwerpen 1601-1678) Stillleben mit goldener Tazza, Blumenkranz, Schmuckkästchen, Blumenvase und Eichhörnchen, Öl auf Holz, ca. 48 x 67 cm, gerahmt Ruf 40.000 Provenienz: Auktion Sotheby's, New York, 7. April 1989, Lot 114; Lampronti, Rom,1989. Wir danken Klaus Ertz, der das vorliegende Gemälde anhand des Originals als eigenhändiges Werk von Jan Brueghel II. bestätigte. Ein schriftliches Gutachten liegt vor. Ertz datiert das Bild in die 1630er Jahre. Ertz schreibt: "Jan Brueghel d. J. zeigt in diesem sehr fein und gut gemalten Blumenbild, dass er wie kaum ein anderer Maler seiner Zeit an das Qualitätsniveau des Vaters herankommt." Die Reduktion der Blütenformen auf den Bildern des Sohnes ist eine Weiterentwicklung: die Anzahl der Blütenbilder ist verringert, gleichzeitig werden die Blüten größer, stehen gleichwertig nebeneinander. In diesen Bildern der 1630er und noch mehr der 1640er Jahre gibt er der Fläche den Vorzug, den kräftig nebeneinander gesetzten Farbakzenten, der teppichhaften Wirkung vor der Räumlichkeit eines Blütengebildes - er ist ein eigenständiger Maler geworden, der es trotzdem meisterhaft versteht, altes Gedankengut mit neuen Formen zu verbinden und so etwas Neues, Selbstständiges zu schaffen. Ertz datiert das Bild in die 1630er Jahre und vergleicht es mit folgenden Gemälden: >1) Stillleben mit Kelch und Schmuckkästchen, Solingen, Galerie Müllenmeister, Tafel, 47,5 x 66,5 cm; 2) Stillleben mit Blumen in einer Vase, Pasadena, The Norton Simon Museum, Tafel, 53,5 x 52,5 cm; 3) Stillleben mit Blumenkorb, Paris, Gal. d'Art St. Honoré, Tafel, 52 x 82 cm Specialist: Richard Krautgartner
Jan Ii Brueghel - Flower Basket On A Table.

Jan Ii Brueghel - Flower Basket On A Table.

Original
Schätzung:
Ausgangswert:

Preis:

Postennummer: 3034
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
BRUEGHEL, JAN the Younger
(1601 Antwerp 1678)
Flower basket on a table.
Oil on panel.
With mark of the city of Antwerp on the reverse: hands and castle.
Expertise: Dr. Klaus Ertz, 16.1.2012. --------------- BRUEGHEL, JAN d. J. (1601 Antwerpen 1678) Blumenkorb auf einer Tischplatte. Öl auf Holz. Auf der Rückseite mit Marke der Stadt Antwerpen: Hände und Burg. 50 x 65,5 cm. Gutachten: Dr. Klaus Ertz, 16.1.2012. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. Kunstvoll arrangierte Rosen, Dotterblüten, eine Studentenblume, Tulpen sowie unzählige kleine weisse, gelbe, blaue und rote Blüten, Blätter und Stängelchen ragen aus einem Flechtkorb, der auf einer hellgrauen Tischplatte steht. In diesem fein gestalteten Blumenbild von Jan Brueghel d. J. führt der Künstler einerseits die malerische Tradition handwerklicher Perfektion seines Vaters Jan Brueghel d. Ä. fort und führt uns zugleich in zahlreiche Details, wie in einigen Blättern oder dem Flechtkorb, seinen eigenen ausgereiften Malstil vor Augen, der sich durch einen grosszügigen und schwungvollen Pinselstrich auszeichnet. Die pastos aufgetragenen Farben in diesem Gemälde sind dabei besonders gut erhalten und das Farbrelief noch gut ertastbar. Ein Werk seines Vaters, das "Stillleben mit Blumenkorb und Glas" in der National Gallery of Art in Washington (Inv. Nr. 1992.51.7, Öl auf Holz, 54,9 x 89,9 cm, signiert und datiert 1615, siehe Ertz, Klaus / Nitze-Ertz, Christa: Jan Brueghel d. Ä., Lingen 2008-2010, Band III, Kat. Nr. 456, S. 968), scheint als Vorbild für die Kompositionen unseres Gemäldes gedient zu haben. Doch im Gegensatz zu den frühen Blumenkompositionen des Vaters mit ihrer Blütendichte, ist die Reduktion der Blütenformen sowie der strukturiertere Aufbau des Raumes in unserem Gemälde eine Weiterentwicklung des Sohnes. In seinem Gutachten datiert Dr. Klaus Ertz unser Gemälde in die 1630er Jahre, zu einer Zeit, als sich das Ansehen Jan Brueghels d. J. auf dem Höhepunkt befand. 1625 hatte er nach dem Tod seines Vaters dessen Werkstatt in Antwerpen übernommen und sich durch zahlreiche Aufträge, die er unter anderem mit Peter Paul Rubens (1577 - 1640), Hendrick van Balen (1575 - 1632) oder Josse de Momper d. J. (1564 - 1635) ausführte, als eigenständiger Künstler etabliert. Ebenfalls in den 1630er Jahren führte er ein stilistisch und kompositorisch vergleichbares Gemälde aus, welches sich heute im Szepmüveszeti Museum in Buapest befindet (Inv. Nr. 612, "Stillleben mit Blumenkorb und Pokal", Öl auf Holz, 64 x 93,5 cm, siehe Ertz, Klaus: Jan Brueghel d. J., Lingen 1984, Kat. Nr. 288, Abb. 289).
Jan Ii Brueghel - Hafenlandschaft

Jan Ii Brueghel - Hafenlandschaft

Original
Schätzung:

Preis:

Nettopreis
Postennummer: 243
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Jan Brueghel d. J.,
1601 Antwerpen - 1678 ebenda
HAFENLANDSCHAFT
Öl auf Eichenholz.

Durchmesser: 16,5 cm.
Beigegeben ein naturwissenschaftlicher Untersuchungsbericht von Universitätsprofessor Dipl.-Ing. Dr. Manfred Schreiner, Akademie der bildenden Künste, Wien, vom Oktober 2015, mit dem Ergebnis, dass die verwendeten Malfarben sämtlich der Zeit des 17. Jahrhunderts zugehören. Pigmente, die später entstanden sind, konnten nicht nachgewiesen werden: „Aus materialtechnologischer Sicht ist daher kein Einwand gegen die Entstehung des Gemäldes von Jan Brueghel in der Schaffensperiode des genannten Künstlers zu erheben\“. Dem Gemälde ist ferner ein Gutachten von Dr. Klaus Ertz vom 7. November 2015 beigegeben.

Rundbild mit Blick auf eine Hafenbucht von erhöhtem Betrachterstandpunkt, von links zieht eine Landzunge herein, um die mehrere anliegende Segelschiffe und Kähne hintereinandergestaffelt dargestellt werden. In einigen Kähnen Fischerleute, das Schiff im Hintergrund im Zentrum der Darstellung positioniert und mit noch aufgezogenem Segel gezeigt. Links ein strohgedecktes Haus mit Zwerchgiebel und Dachgauben, davor mehrere Figuren, weiter links davor, nahe dem durch Pfähle befestigten Ufer, eine strohgedeckte Fischerhütte. Der linke Bildrand wird durch eine Baumgruppe als Repoussoir belebt, die Bäume folgen leicht dem Verlauf des Tondos. Von hellem Schlaglicht beleuchtet rechts einige Segelschiffe auf offener Wasserfläche, nahezu in durchsichtigem Weiß wiedergegeben. Entsprechend hell aufleuchtend auch die Baumgruppe, die sich in der Lichtschneise hinter den Gebäuden befindet und mit dem dahinter stehenden grauen Kirchengebäude mit Dachreiter in Kontrast steht. Das Firmament zeigt nach rechts ziehende, zum Teil hell erleuchtete Wolken vor dunklerem Himmelsgrund rechts oben. Hier fliegen mehrere Vögel auf, ebenso kompositionell dem Tondobild angeglichen. Das Gemälde ist in ausgezeichnetem Erhaltungszustand. (1031111)

Jan Brueghel the Younger,

1601 Antwerp - 1678 ibid.

HARBOUR BAY LANDSCAPE

Oil on oak panel.

Diameter: 16.5 cm.

Accompanied by a scientific report by the university professor and graduate engineer Dr Manfred Schreiner, Academy of Fine Art, Vienna, dated October 2015. The report concludes that all applied paints are from the 17th century. Furthermore a report by Dr Klaus Ertz from 7. November 2015 is enclosed. Tondo with view of a harbour bay from an elevated point of view. The painting is in excellent condition.
Jan Ii Brueghel - Flusslandschaft Mit Fährboot Und Figuren

Jan Ii Brueghel - Flusslandschaft Mit Fährboot Und Figuren

Original
Schätzung:
Ausgangswert:

Preis:

Bruttopreis
Postennummer: 3040
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Description:

BRUEGHEL, JAN d. J.

(1601 Antwerpen 1678)

Flusslandschaft mit Fährboot und Figuren.

Öl auf Holz. 18,3 x 26 cm.

Gutachten: Dr. Klaus Ertz, 22.6.2012.

Provenienz:

Europäische Privatsammlung.

In einer sonnendurchfluteten Dorflandschaft sind mehrere Figuren mit dem Aufladen von Schiffen beschäftigt. Die Anordnung der Gebäude und Figuren links und rechts des Flusses akzentuiert die Perspektive, welche den Blick entlang des Flusses bis hin zur Stadt in der Ferne - wohl Antwerpen - führt. Wie sein Vater Jan d. Ä. zuvor, sind mehrere Flusslandschaften mit Dorfszenen und Figuren im Oeuvre Jan Brueghels d. J. bekannt, welche die grosse Beliebtheit dieser Kompositionen bezeugen. Eine um 1605-11 zu datierende kleine 'Frontale Dorfgracht mit Anlegestelle' seines Vaters diente ihm dabei als Vorlage für das hier angebotene Gemälde (Öl auf Kupfer, 19 x 27 cm, Privatbesitz, siehe Ertz, Klaus / Nitze-Ertz, Christa: Jan Brueghel der Ältere (1568-1625), Lingen 2008-2010, Band I, S. 300, Kat. Nr. 140 mit Abb.). Die Malqualität unserer Flusslandschaft mit Figuren ist dabei besonders fein: Die Farbigkeit und Detailgenauigkeit in den Blättern, den Tieren im Wasser und der Stadtansicht mit Kirchturm im Hintergrund machen den Reiz dieser stimmungsvollen Darstellung aus und bieten für Klaus Ertz Anlass, unser Gemälde zwischen 1625 und 1630, also in die ersten Jahre, in denen Jan d. J. die väterliche Werkstatt nach dessen Tod übernahm, zu datieren. Tatsächlich ist der Pinselstrich Jan d. J. anfänglich noch in Anlehnung an das Oeuvre des Vaters sehr fein und entwickelt sich erst in den 1630er Jahren zu einer breitflächigeren, weniger strukturierten, malerischer wirkenden Darstellungsweise, wie beispielsweise bei der 'Dorfgracht mit einspännigem Fuhrwerk' aus dem Nationalmuseum in Stockholm (Inv. Nr. 678, um 1630, siehe Ertz, Klaus: Jan Brueghel der Jüngere (1601-1678), Freren 1984, Kat. Nr. 40, Ft. 9), der 'Ansicht an einem Fluss' im Rijksmuseum Amsterdam (Inv. Nr. A66, 1630er Jahre, siehe Ertz 1984, Kat. Nr. 48 mit Abb.), oder der 'Flusslandschaft mit Mühle' in den Dienst Verspreide Rijkscollecties in Den Haag (Inv. Nr. NK 1415, 1630er Jahre, siehe Ertz 1984, Kat. Nr. 56 mit Abb.) ersichtlich wird.

BRUEGHEL, JAN THE YOUNGER

(1601 Antwerp 1678)

A river landscape with ferry boat and figures.

Oil on panel. 18.3 x 26 cm.

Expertise: Dr. Klaus Ertz, 22.6.2012. Provenance: European private collection.
Jan Ii Brueghel - Blumenstrauß In Einer Skulptierten Vase

Jan Ii Brueghel - Blumenstrauß In Einer Skulptierten Vase

Original 1630
Schätzung:

Preis:

Nettopreis
Postennummer: 40
Weitere zur VERSTEIGERUNG STEHENDE WERKE
Beschreibung:
Jan Brueghel the Younger

(Antwerpen 1601-1678 Antwerpen)

Blumenstrauß in einer skulptierten Vase, um 1630

Öl auf Holz; 117 × 81 cm

Provenienz: in den 1920er Jahren von William D. Elsas (1884–1968) und Erna B. Elsas (1893–1978), Stuttgart/ Deutschland, erworben - das Ehepaar Elsas emigrierte 1938 und hat das Gemälde mit nach New York/ USA genommen; 1978 an die Tochter Eve Guggenheim, geb. Elsas (1928–2004), South Carolina, vererbt; 2004 durch Erbschaft an William M. Guggenheim; direkt von ihm an den derzeitigen Besitzer

Gutachten Dr. Klaus Ertz, Lingen, den 7. Juni 2011, liegt bei.

Dieses prächtige Blumenbouquet zeichnet sich besonders durch die bemerkenswert große Anzahl verschiedenster Blüten aus, welche auf engstem Raum in einer kunstvollen Komposition präsentiert werden. Über 50 verschiedene Blumen lassen sich identifizieren. Es sind dabei unterschiedlichste Arten von Lilien, Tulpen, Rosen und Nelken zu erkennen, unter ihnen auch zahlreiche Hybridsorten, die heute so nicht mehr zu finden sind. Gemeinsam mit Glockenblumen, Mohn, Schneebällen und Narzissen bilden sie einen bis ins kleinste Detail perfektionistisch ausgeführten „Blütenteppich\“. Der dunkle Hintergrund wirkt als Folie, vor der sich dieser prächtige Blumenstrauß abhebt, während die Komposition aus sich überschneidenden Blüten, Stängeln und Blättern die Plastizität des Straußes betont.

Derartige Blumenstücke faszinieren damals wie heute auf mehreren Ebenen. Die Komposition erlaubt dem Betrachter gleichzeitig die Schönheit der Blumen, als auch die Fähigkeit des Künstlers, welcher diese so gekonnt verewigte, zu bewundern. „Gerade die Blumenbilder feiern den Triumph der Malerei über die Vergänglichkeit der Natur. Erst in ihrer kunstvollen Inszenierung von Natürlichkeit bei gleichzeitigen Illusionsbrüchen können sie ihre virtuose Künstlichkeit zur Geltung bringen.\“ (Barbara Welzel, Kunstvolle Inszenierung von Natürlichkeit. Anmerkungen zu den Blumenstilleben Jan Brueghels d. Ä., in: Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung, Laufhütte 2000, S. 556).

Das Blumenbouquet entspricht im Aufbau den prunkvollen Blumensträußen Jan Brueghels des Älteren (1568-1625). Dieser prägte als einer der Gründungsväter des autonomen Blumenbildes die Urtypen der um 1600 neu entstandenen Gattung entscheidend mit. So ist auch der vorliegende Blumenstrauß in einem rundlichen Oval aufgebaut. Seine nahezu explodierende Blütenpracht, welche einer mit grotesken Ornamenten verzierten Vase entwächst, hebt sich von einem diffus dunklen Hintergrund ab. Auch der Kunstgriff die Blicke des Betrachters mit einer oben mittig platzierten Kaiserkrone und markant großen Blüten im oberen Bereich auf sich zu ziehen, kommt hier zur Anwendung. Er ist bereits um 1606/07 im sogenannten „Wiener Kaiserkronenstrauß\“ zu finden (vgl. Jan Brueghel d. Ä., "Wiener Kaiserkronenstrauß", um 1606/1607, Öl auf Holz, 97,5 cm x 73 cm, Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie, Inv.-Nr. GG_570).

Jan Brueghel der Jüngere hatte nach dem Tode des Vaters, Jan Brueghel der Ältere, im Jahre 1625 dessen Atelier übernommen. Er hatte bereits zuvor gemeinsam mit dem Vater, aber auch eigenständig, Blumensträuße ausgeführt und setzte selbst die Tradition als erfolgreicher Blumenmaler auf höchstem Niveau fort. (vgl. Ertz/ Nitze-Ertz 2008-10, Band III, Kat. 449) Auch dem Prinzip des Gemeinschaftswerkes, d.h. Gemälde mit anderen Künstlern innerhalb und außerhalb der eigenen Werkstatt auszuführen, blieb Jan Brueghel der Jüngere treu. Er arbeitete weiterhin mit etablierten Größen wie Peter Paul Rubens, Frans Snyders oder Joos de Momper zusammen.

„Das zu begutachtende Gemälde, das in der Pinselschrift und der handwerklichen Perfektion an das große Vorbild erinnert, deutet in der Datierung auf einen nicht allzu großen zeitlichen Abstand zum Werk des Vaters hin.\“ Neben vormaligen Aufträgen von kirchlichen und weltlichen Fürsten hatte auch das Bürgertum seine wohl bis heute herrschende Vorliebe für Blumenbilder gefunden. „In dieser neuen Begeisterung hat Jan Brueghel der Jüngere seinen Platz in der Kunst gefunden. Mit dem vom Vater erworbenen Talent, mit seinem technischen Können befriedigt er eine große Nachfrage nach Brueghel'schen Blumenbildern. Deshalb ist das Wiederaufnehmen einer schon bekannten Blumenkomposition mit allerdings wichtigen Veränderungen in damaliger Zeit auch nach Jahren durchaus üblich.\“ (vgl. Gutachten Dr. Klaus Ertz)

Der einem Künstler und seiner Werkstatt zur Verfügung stehende Blumenfundus wurde durch das Variationsbedürfnis und die wachsende Nachfrage stets erweitert. So weiß man von Jan Brueghel dem Älteren, dass der Künstler mehrfach von Antwerpen nach Brüssel reiste, um vor Ort im Hofgarten des Erzherzogs die Naturschönheiten zu studieren und zu malen, da besonders exotische und seltene Gewächse zu teuer und zu rar gewesen wären, um deren blühendes Leben für eine Reise ins Atelier zu beenden. Neben dem Naturstudium dienten wohl auch Florilegien, Werke anderer Künstler sowie eigene Skizzen und Gemälde als Detailvorlagen. Besonders die ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstandenen Stiche oder Aquarelle, wie von Joris Hoefnagel (1542–1601) oder Georg Flegel (1566–1638), gelten heute als potentielle Antriebskraft und Inspirationsquelle für die Entstehung des Blumenstilllebens. Der Vasentypus auf vorliegendem Gemälde findet sich so beispielsweise schon auf einem Werk des ausgehenden 16. Jahrhunderts, welches durch einen Kupferstich von Claes Jansz. Visscher (1587-1652) überliefert ist (vgl. Sam Segal, Flowers and Nature. Netherlandish Flower Painting of four Centuries, Den Haag 1990, S. 168f).

Wir danken Fred Meijer, RKD, Den Haag, der das Gemälde ebenfalls im Original untersucht hat, für seinen Hinweis, dass an dem Blumenbouquet möglicherweise mehrere Hände beteiligt waren, was gerade in der Werkstatttradition in dieser Zeit nicht ungewöhnlich ist. Er sieht dabei größere Einflüsse der Frankfurter Schule um Georg Flegel als eine flämische Orientierung an Jan Brueghel dem Älteren, weshalb er auch eine Entstehung unter direktem Einfluss von Georg Flegel für möglich hält. Das Beiwerk aus Muscheln und Schnecken, sowie der Hund stammen ebenso von einer weiteren Hand.
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